Arme Ritter oder reiche mit Himbeercoulis… einfach lecker!

Ein Blick in den Brotkasten verrät, eindeutig mal wieder zu viel Baguette gekauft… was nun damit tun, wenn man es nicht wegschmeißen möchte und schon ausreichend genügend Semmelbrösel im Schrank hat?
Kurz überlegen und da fiel mir ein altes Rezepte ein… nichts Außergewöhnliches, aber unglaublich lecker: Arme Ritter…

Arme Ritter, Rum, Vanille, Zimt

Wo die Bezeichung „Arme Ritter“ eigentlich her?

Arme Ritter werden als Fett- oder Schmalzgebäck bezeichnet und tauchten bereits bei den alten Römern auf, auch die Gebrüder Grimm erwähnen bereits im 14. Jahrhundert in ihrem deutschen Wörterbuch folgendes dazu: „snit denne aht snitten arme ritter und backe die in smalze niht zu trügeIn“, bevor sie im gleichen Jahrhundert in Kochbüchern auch am Wiener Hof gelandet sind. Auch die Habsburger, bekannt für ihre Vorliebe für süße Speisen haben viele Varianten der armen Ritter herstellen lassen und liebend gerne vernascht. Allerdings gab es sie früher nur dann, wenn altes, trockenes Brot übrig geblieben ist.

Unglaublich vielfältig

Neben der ganz klassischen Version bei denen trockenes Brot in Eiermilch getunkt und in Butterschmalz ausgebacken wird, gibt es heutzutage sehr unterschiedliche Varianten der „Armen Ritter“ in denen das Toastbrot in Rum-Vanillemilch getunkt wird oder die Fruchtsaucen auch mit einem wunderbaren Obstbrand abgeschmeckt werden. Für diese Variante habe auch ich mich entschieden und aus Armen Rittern – Reiche Ritter gemacht.

Ich finde dieses süße Gericht, dass man auch gut zum Dessert essen kann ganz wunderbar, es erinnert mich an meine Kindheit mit vielen schönen Erlebnissen und ganz wunderbaren Menschen.

Soulfood

Ich hoffe, Ihr mögt es so gerne wie ich und gerade jetzt wo uns der April immer mal wieder mit vielen grauen Tagen, Sturm und Regen einen Strich durch das schöne Frühlingswetter macht, sind Arme Reiche Ritter ein ganz wunderbarer Seelenschmeichler.

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Arme Ritter oder reiche mit Himbeercoulis, einfach lecker!
 
Zutaten
  • ...für die Armen Ritter (für 4 Personen)
  • pro Person 2-3 Scheiben altes Weißbrot oder Baguette
  • 250 ml Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 50 ml Schlagsahne
  • 3 Eigelb
  • 3 EL brauner Rum
  • 1-2 TL gemahlener Zimt
  • 80 g brauner Zucker
  • Butterschmalz (oder Ghee)
  • Für die Dekoration: ein paar frische Himbeeren und Minze (die Minze habe ich allerdings vor lauter Gier vergessen *lach)

  • ...für das Himbeercoulis
  • 400 g TK Himbeeren
  • 80 g brauner Zucker
  • 100 ml Wasser
  • Saft und Schale einer halben unbehandelten Zitrone
  • 50 ml Himbeergeist
Zubereitung
  1. ...für das Himbeercoulis
  2. Himbeeren mit Zucker, Wasser und dem Zitronensaft erhitzen und durch ein Sieb streichen, damit die Kerne entfernt sind.
  3. Wenn die Himbeersauce etwas abgekühlt ist, den Zitronenabrieb und den Himbeergeist dazu geben. Ich verwende einen Himbeergeist von der Destillerie Kohler aus Stuttgart Heumaden… ein Traum und übrigens gar nicht schlimm, immer wieder einmal davon zu Kosten, Lebensmittel können ja unter Umständen schnell mal verderben 😉
  4. Die Sauce oder Neudeutsch das Himbeercoulis beiseite stellen und durchziehen lassen.

  5. ...für die armen Ritter
  6. Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark mit einem Löffel entfernen und beides mit der Milch sowie der Sahne in einem Topf erhitzen. Etwas abkühlen lassen und die Eigelbe und den Rum dazu geben. Alles gut mit einem Schneebesen verrühren.
  7. Das Brot in Scheiben schneiden und gut in der lauwarmen Rum-Vanillemilch von beiden Seiten tränken.
  8. Auf einem Teller Zucker mit Zimt vermischen und die getränkten Brotscheiben darin wenden.
    Zwischenzeitlich in einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen. Ich nehme dazu am liebsten eine Eisenpfanne, es geht aber auch jede andere Pfanne.
  9. Wenn das Schmalz schön heiß ist, vorsicht nicht zu heiß werden lassen, dann die mit Zucker „panierten“ Brotscheiben goldbraun darin ausbacken.
  10. Es riecht jetzt schon so unglaublich gut, dass man es kaum erwarten kann davon zu essen, aaaber aufpassen, der Zucker karamellisiert und das Brot wird ziemlich heiß.

  11. Alles schön auf einem Teller mit dem noch lauwarmen Himbeercoulis anrichten und genießen.

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Und weil es so unglaublich viele leckere Rezepte gibt, hier ein paar Tipps zum Weiterlesen

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag mit vielen tollen Erlebnissen.

Liebe Grüße

Julia

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