Die Grillsaison ist eröffnet: Zeit für klassische Kräuterbutter und zwar selbstgemacht

Nachdem uns noch vor wenigen Tagen eine ziemliche Kältewelle überrollt hat, scheint jetzt die Sonne und der Frühling rückt fühlbar näher und der Grill erst Recht 🙂 Also ran an die Vorbereitungen, dass alles recht schnell griffbereit ist. Für mich gehört klassische Kräuterbutter unbedingt dazu, weil ich Fleisch vor dem Grillen nicht würze…

Kräuterbutter gespickt mit frischen Kräutern ist vor allem in der Grillsaison eine absolut leckere Zugabe.

Klar, klassische Kräuterbutter kannst Du fertig in jedem Supermarkt kaufen, aber will man das? Viel leckerer und raffinierter schmeckt sie doch selbstgemacht.
Mit frische Kräutern und ausgefallenen Gewürzen kannst Du die Kräuterbutter genauso zubereiten, wie DU sie magst.

Klassische Kräuterbutter mit Knobi

Klassische Kräuterbutter ganz easy & peasy zubereitet

Und das Beste daran: Kräuterbutter selber herstellen ist so einfach und geht super schnell!

Butter vor dem Verarbeiten einfach aus dem Kühlschrank nehmen und schaumig schlagen. Wenn’s mal ganz schnell gehen muss, reicht es sogar, wenn Du sie mit einer Gabel zerdrückst. Dann kommen nur noch die gehackten Kräuter dazu – und bei mir darf Knobi auch nie fehlen. Bevor Du dann alles vermengst wird die Butter noch mit Salz und Pfeffer ggf. mit Zitronenabrieb abgeschmeckt.  Am einfachsten ist es, wenn Du die Kräuterbutter in Frischhaltefolie gibst und sie zu einer Rolle formst und dann in Scheiben schneidest. Wer es besonders mag, kann die weiche Butter in einen Spritzbeutel geben und aufspritzen. Kurz anfrieren und dann kann das Ganze auf den Tisch 🙂

Klassische Kräuterbutter mit Knobi

Home made Kräuterbutter: Noch ein Tipp vorab

Das wichtigste zuerst: Ich empfehle Dir für klassische Kräuterbutter bzw. Kräuterbutter im Allgemeinen richtig gute Butter zu verwenden. Ob Du nun Salzbutter, Sauerrahmbutter, Süßrahmbutter, Weidebutter oder andere Buttersorten verwendest, die nicht auf Kuhmilch basieren, ist letztendlich Geschmackssache.

Nicht empfehlen kann ich Dir fettreduzierte Buttersorten (z.B. Halbfettbutter). Grund ist, dass sich viele ätherische Öle und Geschmacksstoffe, von Kräutern mit dem Fett der Butter zusammenschließen und konserviert werden. Je weniger Fett die Butter also enthält, umso höher ist die Gefahr, dass die Kräuterbutter nicht schmeckt, geschweige denn schneller verdirbt.

Klassische Kräuterbutter: Besonders guter Geschmack

Wenn Du eine richtig gute Kräuterbutter mit intensivem Geschmack haben möchtest, solltest Du darauf achten, dass das Verhältnis stimmt. Ich verwende hierzu die Glücksformel 2,5 zu 1, d.h. für 250g Kräuterbutter benötigst Du etwa 100 Gramm Kräuter.
Ich hacke die Kräuter nicht wie oft empfohlen mit einer Kräuterwiege, sondern mit einem großen und scharfen Küchenmesser.
Bei mir gibt es in der Regel keine Kräuterbutter ohne Knoblauch, andere mögen dazu auch Zwiebel oder Meerettich, alles sehr klein gehackt, sonst sieht‘s zum einen nicht schön aus zum anderen schmeckt es nicht.

Und so geht‘s

Damit Du die Butter richtig verarbeiten kannst füllst Du sie am besten in eine ausreichend große Rührschüssel und lässt sie dort Raumtemperatur annehmen, denn erst wenn Sie weich ist kannst Du sie mit dem Handrührgerät oder einer Gabel verarbeiten… Dann kommen noch die ausgesuchten „Lieblings-„Kräuter dazu und los geht’s.

Wenn Du alles gut vermengt hast, also Butter, Gewürze und Kräuter, kannst Du die fertige Kräuterbutter entweder in ein schönes Gefäß umgefüllt oder Du schlägst sie in Frischhaltefolie ein und formst eine Rolle. Alternativ kannst Du die Kräuterbutter auch in einen Spritzbeutel füllen, aufspritzen und einfrieren.

Klassische Kräuterbutter mit Knobi

Welche Kräuter eignen sich am Besten für Deine klassische Kräuterbutter?

Für die Herstellung Deiner eigens kreierten Kräuterbutter eignen sich vor allem Kräuter, die viele ätherische Öle besitzen und stark aromatisch sind. Die ätherischen Öle der Kräuter verbinden sich mit dem Fett der Butter und dadurch erhält Deine Kräuterbutter auch ihren Geschmack. Ganz wunderbar dazu geeignet sind beispielsweise mediterrane Kräuter wie Oregano, Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Majoran und Lavendel. Aber auch ganz klassische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Estragon und Basilikum. Lecker ist auch Zitronen- oder Orangenabrieb.

Frisch wird’s am Besten

Ich würde für selbstgemachte Kräuterbutter nur frische Kräuter verwenden. Und aus diesem Grund habe ich in zwei Hochbeeten ganz viele verschiedene Kräuter angepflanzt. Die kalte Jahreszeit überbrücke ich mit Küchenkräuter auf der Fensterbank, so sind immer leckere Kräuter im Haus.

Seit meiner Wildkräuter Tour mit Christine bin ich auch ein kleiner Fan von Wildkräutern, die überall in der Natur vorkommen und großartig, vor allem sehr aromatisch schmecken.
Nächstes To do „Wildkräuterbutter herstellen“. Super geeignet sind Wildkräuter wie Spitzwegerich, Giersch, Bärlauch, Gundermann, Löwenzahn, Wiesenkerbel oder Pimpinelle.

Dazu kannst du Deine Kräuterbutter mit einer Vielzahl an Gewürzen verfeinern. Aber bedenke: zu viel des Guten ist schmeckt auch nicht, wähle also mit Bedacht 🙂
Neben Salz, sind die unzähligen verschiedenen Pfeffersorten, Chili, Piment, Koriander und Curry ganz wunderbar.

Wie immer kommt es darauf an zu was Du die Kräuterbutter reichen möchtest und darauf würde ich die Kombination von Kräuter und Gewürze abstimmen.

Kräuterbutter: Dazu passt sie

Die Verwendung von Kräuterbutter ist so vielfältig wie die Möglichkeiten der Kräuter und Gewürze mit der Du sie zubereitest. Sie  passt ganz wunderbar zu Fleisch und Fisch, sie macht Dein Gemüse zu etwas besonderem, schmeckt großartig zu Ofenkartoffeln und ganz wunderbar auch ganz schlicht auf frischem Brot. Wenn Du das Brot dann vorher noch kurz auf dem Grill anröstest, wird’s besonders lecker 🙂

Kräuterbutter: So bewahrst Du sie am besten auf

Deine Kräuterbutter hält sich im Kühlschrank ein paar Tage bis zu einer Woche.
Wenn Du sie länger lagern will, ich mach sie ganz oft auf Vorrat, dann schlag sie am besten in Frischhaltefolie ein und friert sie ein. Aber dran denken, vor dem nächsten Grillen rechtzeitig aus dem Tiefkühler nehmen…

Klassische Kräuterbutter mit Knobi

Rezepte für Kräuterbutter

Das Kräuterbutter-Universum ist so unglaublich groß und Deiner Phantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt… am Anfang ist es ganz gut neue Rezepte mit kleinen Mengen auszuprobieren, so produzierst Du im dümmsten Fall relativ wenig Ausschuss 🙂

Mein Rezept für ganz klassische Kräuterbutter verrate ich Dir heute. Diese klassische Kräuterbutter passt zu gegrilltem Fleisch, zu Steak, zu Gemüse und auch zu Ofenkartoffel oder Gemüse.

Klassische Kräuterbutter mit Knobi
 
Zutaten
  • ...für 250 g Kräuterbutter
  • 250 g Weidebutter
  • 30 g frischer Thymian
  • 30 g frischer Rosmarin
  • 30 g frische, glatte Petersilie
  • 2-3 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
  1. So geht’s
  2. Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und in einer Schüssel Zimmertemperatur nehmen lassen.

  3. Kräuter waschen, trocken tupfen, von den Stielen zupfen und mit einem scharfen Küchenmesser fein hacken.

  4. Knobi schälen und ebenfalls fein hacken oder durch die Knobipresse drücken.

  5. Die Butter mit dem Handrührgerät schaumig schlagen, Kräuter dazu, Knobi, Salz und Pfeffer, wer will noch etwas Zitronenabrieb.

  6. Das war’s schon!

Uuund? Lust bekommen Deine Kräuterbutter selbst zu machen?
Oder machst Du das bereits? Wie machst Du sie und welche Kräuter nimmst Du? Erzähl mir davon, am besten in den Kommentaren 🙂

Klassische Kräuterbutter mit Knobi

Sooo und zum Weiterlesen hab ich das hier für Dich:

Ich wünsche Dir jetzt eine zauberhafte Woche und ganz viel gutes Essen und nette Menschen um Dich…

Wir lesen uns!

Deine Julia

 

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2 Kommentare

  1. Hi,,,Julia,
    Wünsche dir schöne sonnige Ostertage,
    LG.Bille,

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