Einfaches Weizenbrot oder macht Weizen dick und dumm und bringt uns um?

Tja, das ist die Frage aller Fragen oder ? Und um den Gegenbeweis anzutreten und zu trotzen, gibt es heute ein Rezept für ein ganz einfaches und schnelles Weizenbrot.

Überall kann man es lesen und auch beim Einkaufsverhalten vieler Menschen beobachten… sogar die Discounter bieten mittlerweile glutenfreies Brot an.
Getreide ist der neue Feind – allen voran der Weizen. Weizen scheint dick, doof und ungesund zu sein… das in Weizen enthaltene Klebereiweiß Gluten ist seit einiger Zeit in  Verruf geraten. Glutenfrei scheint die neue Gesundheitsformel für ein fittes und grünes Leben zu sein. Ich habe dazu auch schon einmal etwas geschrieben und zwar in dem Beitrag über Müslibrot.

Einfaches Weizenbrot

Weizen als Grundnahrungsmittel

Für viele gehört Weizenmehl zu den Grundnahrungsmitteln.
Enthalten ist es in ganz vielen Broten, in Pasta, Keksen und noch so einigem mehr.

Die auf der Packung angegebene Typenzahl gibt die Menge an enthaltenen Ballaststoffen an.
Am größten ist diese ei Vollkornmehl. Deshalb kann man auch getrost sagen, Lebensmittel aus Vollkornmehl sind am gesündesten: Sie unterstützen dank der Ballaststoffe die Verdauung und machen zudem länger satt.

Einfaches Weizenbrot

Wie immer: Die Menge macht’s

Viele Menschen neigen dazu, verarbeiteten Lebensmitteln voller Kohlenhydrate viel lieber zu essen und genau so ist vermutlich auch das Vorurteil vom Dickmacher Weizen entstanden. Wer sich nur mit Donuts, Tiefkühlpizza oder weißes Toastbrot im Übermaß ernährt, nimmt zu. Per Se liegt das liegt aber nicht am Weizen, sondern an der Menge der aufgenommenen (leeren) Kohlenhydrate.

Ernährungsxpertinnen und -experten empfehlen Abnehmwilligen deshalb immer, weniger Kohlenhydrate zu essen und seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Das heißt aber nicht, dass Du Vollkorngetreide für den Erfolg nicht zwangsläufig von Deinem Speiseplan verbannen musst.

Einfaches Weizenbrot Einfaches Weizenbrot

Aber man kann ganz einfach sagen, wer Weizenmehl in Maßen isst und unter keiner Unverträglichkeit leidet, schadet seiner Gesundheit auch nicht.
Allerdings sollten neben Brot, Kuchen, Desserts, Suppen und Saucen, die größtenteils aus Weizenmehl bestehen, der leidet vermutlich unter einer Mangelversorgung an Ballaststoffen, wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Das wiederum kann das persönliche Risiko für verschiedene Zivilisationskrankheiten erhöhen.

Besser als sein Ruf – solange es Vollkorn ist

Einfache Weizenmehlprodukte liefern zu viele leere Kalorien und lassen sich daher mit Zucker vergleichen. Deshalb ist es aus ernährungswissenschaftlicher Sicht durchaus sinnvoll, den einfachen Weizen gegen Vollkornweizen zu ersetzen. Als Ersatz kannst Du aber auch sehr gut Dinkel-, Emmer-, Kamut-, Roggen- oder auch Hafervollkornmehl verwenden. Diese vollwertigen Weizensorten enthalten neben den Kohlenhydraten B-Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Proteine. Auch geschmackliche sind diese Mehle in einer Mischung total lecker – probiere es einfach mal aus.
Was nicht heißt, dass Du jetzt gar kein Weizenbrot mehr essen solltest… Du solltest einfach nur auf die Menge und auf die Sorte achten… und zum Ausgleich darauf achten, genügend Obst und Gemüse zu essen, damit Dein Bedarf an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen gedeckt ist.

Einfaches Weizenbrot

Was muss das muss: Glutenfreie Alternativen

Leckere Alternativen gibt es mittlerweile für all diejenigen, die unter Zöliakie leiden: Hirse, Buchweizenmehl, Kokosmehl, Erdmandelmehl, Kastanien- und Mandelmehl.

Einfache Pasta aus Hartweizen kannst Du relativ einfach durch japanische Shirataki-Nudeln ersetzen, die glutenfrei und frei von leeren Kalorien sind. Und das Beste, sie schmecken auch noch 🙂

Einige Menschen haben keine starke Unverträglichkeit  Weizen, sondern leiden „nur“ unter einer Glutensensitivität. Das heißt, es muss nicht zwangsläuftig ganz auf Gluten verzichtet werden, sondern diese Menschen tasten sich zunächst mit einer vollwertigen Ernährung heran. Ein großes Problem von glutenfreien Produkten ist, das Gluten oft durch Fett oder Zucker ersetzt werden, d.h. es sollte also genau auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Sauerteigbrote aus Roggenmehl oder vollwertige Brote sind hier zum Beispiel eine Alternative.

Aber wie kommt es, dass sich viele Menschen tatsächlich wohler fühlen, wenn sie Weizen weglassen??

Das liegt daran, dass sie mit dem weglassen von Weizen automatisch auch die raffinierten Kohlenhydrate in Form von Weißmehl vermeiden, damit gleichzeitig die ungesunden Zusatzstoffe und den raffinierten Zucker. Hinzu kommt, dass sich die Menschen generell mehr mit ihrer Ernährung beschäftigen und gesünder essen.

Was kannst Du also tun?

Für unsere Gesundheit braucht Dein Körper natürlich Kohlenhydrate. Sie liefern uns Energie, machen satt und sind als Ballaststoffe (z.B. im Getreide) wichtig für Deine Darmtätigkeit. Aber ganz wichtig: Es kommt auf die Qualität an, d.h. es besteht ein riesiger Unterschied zwischen einem ausgemahlenen Weißmehl und einem Vollkornmehl und dabei ist völlig egal ob das Dinkel, Weizen oder Roggen ist.

Lass dich also nicht von Ernährungstrends verwirren und habe keine Angst vor Gluten!
Du kannst es ja reduzieren, dass mache ich auch, aber ganz weglassen ist nicht gut.
Je naturbelassener und frischer deine tägliche Nahrung ist, umso besser ist das für Deine Gesundheit. Getreide ist ein Naturprodukt und wird schon seit Jahrtausenden verzehrt.

Einfaches Weizenbrot

Soooo und nun gibt es ein Rezept für ein selbstgebackenes ganz simples und einfaches Weizenbrot…

Einfaches Weizenbrot
 
Zutaten
  • …für ein 1000 g Brot
  • 600 g Weizenmehl 1050er
  • 390 g Wasser
  • 12 g Salz
  • 0,5 g Frischhefe
Zubereitung
  1. So geht’s
  2. Teig mischen und bei 24 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
  3. Alle 8 Stunden wird der Teig gedehnt und gefaltet.

  4. Nach 24 Stunden formst Du den Teig in die gewünschte Form und lässt ihn erneut 1 Stunde reifen.
  5. Alle 8 Stunden wird der Teig gedehnt und gefaltet.

  6. Am Besten gelingt das in einer Schüssel oder einem Gärkorb abgedeckt mit einem Teigtuch.
  7. Alle 8 Stunden wird der Teig gedehnt und gefaltet.

  8. Danach kippst Du es auf ein Blech.
  9. Den Ofen mit dem Backstein frühzeitig auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  10. Alle 8 Stunden wird der Teig gedehnt und gefaltet.

  11. Bevor Du das Brot einschiebst, kippst Du ein Schnappsglas voll Wasser auf den Boden des Backofens und kippst das Brot auf den Backstein.
  12. Alle 8 Stunden wird der Teig gedehnt und gefaltet.

  13. Zunächst wird das Brot 15 Minuten bei 250°C gebacken, den Backofen kurz öffnen und den Dampf ablassen, danach bei 230°C langsam ausbacken – etwa noch 45 Minuten.
  14. Alle 8 Stunden wird der Teig gedehnt und gefaltet.

  15. Das fertige Brot hat eine cremefarbige Krume mit einer schönen großen Porung.
  16. Der Geschmack ist für mich ganz wunderbar.

Sooo, heute war’s mal einfach und schnell und lecker…

Auch lecker ist das Roggenvollkornbrot oder das Dinkelvollkornbrot.
Und wenn Du Dich mit Sauerteig versuchen möchtest, dann habe ich hier die perfekte Gelingrezeptur für Dich.

Zum Weiterlesen gibt es heute das hier:

Das war’s mal wieder für heute…

Erzähl mir doch von Deinem Lieblingsbrot… in den Kommentaren ist Platz.
Ich freu mich drüber.

Ganz viele liebe Grüße

Julia

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6 Kommentare

  1. Ich hab gegen Weizen eigentlich nichts. Nehme es jedoch die vergangenen Monate aufgrund meiner Ernährungsumstellung auch nur reduziert zu mir. Ich finde Menschen die keine Glutenunverträglichkeit haben, sollten diese glutenfreien Produkte nicht kaufen. Dann lieber zu Vollkornsachen greifen, wo nur ein kleiner Anteil von Weizen enthalten ist.

    Dein Brot sieht auf jeden Fall fantastisch aus! Da würde ich jetzt auch gerne herzhaft reinbeissen! 😀

    • ja das sehe ich genauso. Ich stell auch gerade etwas um, habe aber auch ziemlich viel Gewicht verloren (um genau zu sein 25 kg) durch das Reduzieren von Gluten und die Ernährungsumstellung gesamt… naja und ich merke einfach, es bekommt mir ganz gut und nun esse ich 5 Tage ohne und 2 mit…

  2. Hallo Julia,,,
    danke,,,für den ausführlichen Bericht,,,,
    Ich esse gerne Weizenbrot,,,,Bin nicht Dick und hoffe auch nicht Dumm,,:-):-):-):-)
    Meine Tochter leidet an Zöliakie,,,,das ist heute kein Problem mehr,es gibt Gott sei dank viele glutenfreie Mehle usw.Vor einigen Jahre sah es noch anders aus,,,,
    Schöne Woche wünsche ich dir,,,
    LG.Bille,

    • Lach… ist ja auch ein Schmarrn mit dem Doof und Dick… aber so versuchen uns die Medien das zu vermitteln… ich glaube, es ist nur eine weitere Sau die durchs Dorf getrieben wird :):):)

  3. Ich möchte das Brot gerne backen aber bin verwirrt. Wie oft wird das ganze gedehnt und gefaltet ?
    5mal alle 8 Stunden dehnen und falten ? Stimmt da was nicht ?
    Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen da das Brot sehr lecker aussieht 🙂

    • Hallo Aileen, erstmal Danke für Deine Rückmeldung… der Hinweis ist sehr wertvoll für mich… ich werde den Text verbessern.
      In den 8 Stunden sollte das Brot ca. 5 mal gedehnt werden, je öfter umso besser. Ganz viele liebe Grüße Julia

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