So geht Gin… eine Geschichte zur Entstehung des Gin’s und einem 10-jährigen Geburtstag des Gin Basil Smash

Gin ist seit einigen Jahren bei den Spirituosen, Cocktails und in den Bars dieser Welt on top … aber ist er wirklich nur ein Modegetränk oder traditionsreiche Spirituose? Ist Gin gleich Genver? Heute versuche ich auf all diese Fragen eine Antwort zu geben, dazu gibt’s etwas zur Entstehung des Gins und einen mega leckeren Smash: Gin-Basil Smash… will ich im Folgenden klären und die Entstehung des Gin genauer beleuchten. Naaa, ein bisschen neugierig? Auch auf das Rezept für einen Gin Basil Smash?

Seinen Ursprung hat Gin  in der Medizin. Dort wurde er schon vor hunderten von Jahren zur Herstellung von Medikamenten verwendet, weil Alkohol desinfiziert und so fügte man ihn Medizin hinzu. Als Heilmittel galten aber auch Wacholderbeeren bzw. sämtliche Kräuter und Beeren.

So geht Gin.

Wenn man im Internet recherchiert über die Ursprünge des Gins, so landet man zweifelslos bei dem holländischen Arzt Franciscus Sylvius de la Boe. Er war es, der vor rund 400 Jahren einen Wachholderschnaps namens Genver erstmalig herstellte. Genever wurde über einen ziemlich langen Zeitraum als Medizin, unter anderem auch gegen die Pest, eingesetzt.

Mit den Jahren wurde Genever immer beliebter und zwar als Spirituose zum Trinken… schon bald war er in den Schenken zu finden… und auch die Rezeptur veränderte sich rasch: Man stellte fest, dass er wesentlich besser schmeckte, wenn man den Alkohol zusätzlich noch mit Früchten versetzt. Gin erfreute sich zunehmender Beliebtheit und seine Rezepturen wurden immer vielfältiger und „Genver“ entwickelte sich rasch zum Volksgetränk in Holland.

Gin Basil Smash

Und so wurde aus Genver Gin.

In der Entstehungszeit herrschte Krieg zwischen Holland und Spanien. Das verbündete englische Königshaus stellte Holland, Soldaten zur Seite, die jedoch nicht nur Seite an Seite im Schlachtfeld mit ihren holländischen Kameraden kämpften, sondern sie vergnügten sich auch miteinander und lagen gemeinsam unter dem Tisch.
Der Grund dafür war eine unglaublich leckere Spirituose namens Genver.
Dieses Getränk wurde zum absoluten Leckerchen für die Soldaten und sie vernichteten ihn gleich literweise…und abschließen nahmen sie den Genever mit nach England, wo er so gut ankam, dass man ihm gleich einen eigenen Namen bekam… der Gin war geboren.

König Wilhelm III aus Holland, war ein großer Befürworter des Gins und siedelte gleich im ganzen Königreich Gin-Brennereien an. Um das Ganze noch zu begünstigen, erließ er ein Importverbot auf den damals sehr beliebten Weinbrand, dazu erließ er Ende des 16. Jahrhunderts ein Gesetzt, das Privatperson das Brennen von Gin ermöglichte.

Allerdings litt unter dieser neuen Regelung die Qualität des Gins. Der Gin wurde zwar günstiger, sogar günstiger als Bier, aber sein Konsum stieg extrem an, was zu massiven Problemen führte und viele bereits Morgens schon betrunken waren.

Gin Restriktionen.

Mit dem Erlass des Gin-Acts Anfang des 17. Jahrhunderts versuchte man sowohl die Produktion als auch den Ausschank staatlich zu lizenzieren. Aber gut, die Menschen waren nicht dumm, entwickelten neue Rezepturen unter anderen Namen verkauft. Im Schwabenländle würde man hier sagen „Käpsele am Werk“.

Durch den Trippling Ackt in der Mitte des 17. Jahrhunderts besserte sich die Gesamtsituation. Gin verteuerte sich und dafür gab es mehrere Gründe: Zwar wurde der Erwerb der Gin-Lizenz arg verbilligt, dafür wurden die Qualitätsanforderungen ziemlich hochgeschraubt. Somit wurde zwar die Qualität des Gins besser, aber es schlichtweg zu teuer sich regelmäßig zu betrinken.

Gin Basil Smash

Gin ist für alle da.

Durch die verbesserten Bedingungen die die industrielle Revolution brachte wurde es deutlich einfach Gin herzustellen. Der Export mit anderen Ländern florierte und man erfreute sich der wachsenden Anzahl an neuen und besonderen Gin-Sorten. In dieser Zeit entstand übrigens auch der heute wieder sehr beliebte Gin Tonic.

Englische Soldaten waren zu dieser Zeit in Indien stationiert und wollten auch in der Kolonie ihren geliebten Gin trinken. Gin ließ sich zum einen aufgrund seines hohen Alkoholgehalts gut transportieren und er konnte lange gelagert werden.
Die Soldaten waren dazu angehalten für ihre Malariaprofilaxe eine Chininlösungen zu sich nehmen. Um den ekelhaften Geschmack zu überdecken, mixten sie das Ganze mit Gin.
Viel brachte das Ganze allerdings nicht, also mixte man zusätzlich noch Zucker und Soda dazu. Und das war die Geburtsstunde des Gin Tonics.

 Die neue Geschichte des Gin.

Gin erfreute sich nebst Gin Tonic erfreute sich Ende des 18. Jahrhunderts absoluter Beliebtheit und es gab ihn in fast jeder Cocktail-Bar.
Aufgrund des Weltkriegs, einiger Krisen und der Prohibition machten Gin in der Folge eher wieder zum Geheimtipp.

Erste in den letzten Jahren hat Gin wieder richtig an Popularität zugenommen und es sind mittlerweile unzählige Sorten von zahlreichen Start-Up’s zu finden, mit Gintastings versuchen Bars hier noch größeres Interesse zu wecken.

Und dass das so bleiben sollte, fand neben mir übrigens auch Winston Churchill: „The Gin and tonic has saved more Englishmen‘s lives, and mind‘s, than all the doctors in the empire.“

Ich habe heute einen Gin Basil Smash dabei, der sogar schon ein kleines Jubiläum feiert.

Erfunden wurde der Gin Basil Smash am 10. Juli 2008, also vor knapp 10 Jahren von Jörg Meyer Inhaber der Bar „Le Lion“ und Boilerman in Hamburg.
Er ist ein äußerst erfrischender Cocktail mit frischem Basilikum, der es schafft, den Geschmack des jeweiligen Gins ziemlich gut hervorzuheben.

Gin Basil Smash

Vom Gin Basil Smash zum Basil Smash

So rührte, muddelte und probierte Jörg Meyer  fleißig vor sich hin und sogleich war dieser mega Basil Smash geboren…

Dieser geile Drink entwickelte sich relativ schnell zu  einem Renner. In unterschiedlichen Bars zwar mit unterschiedlicher Rezeptur, aber alle Rezepte haben als DIE Komponente Basilikum.
Und ob der Drink nun Gin Basil Smash wie bei Meyer oder Basil Smash, so nennt ihn Sproll heißt ist doch egal, mega lecker ist er allemal 🙂 Der Basil Smash enthält etwas mehr Zitrone und Zucker als der Gin Basil Smash. Aber die Mengen der Zutaten sind ohnehin je nach Vorliebe volatil, noch eine Stärke der grünen Geschmacksexplosion.

Aber wirklich wichtig ist aber der Umgang mit dem Basilikum: Es wird eine ganze Handvoll Basilikum in den Shaker gegeben, mit den Stielen, das ist wichtig für die Farbgebung. Zu heftig sollte hier auch nicht gemuddelt werden, sonst ändert sich die Farbe und auch der Geschmack.

Sooo… jetzt kennst Du die ganze Wahrheit und das Rezept kommt auch schon gleich…

Gin Basil Smash nach J. Meyer, frei interpretiert nach zartbitter & zuckersüss

Gin Basil Smash
 
Zutaten
  • …für ein Glas
  • 7 cl Gin
  • 2-3 Stiele Basilikum (Blätter und Stiele)
  • 2 cl frischgepresster Zitronensaft
  • 1 cl Zuckersirup
  • Eiswürfel

  • …für die Deko
  • 1-2 Stiele Basilikum
  • Zitronenscheibe oder Schale
Zubereitung
  1. So geht’s
  2. Basilikum in den Shaker geben und mit dem Muddler kurz und vorsichtig anquetschen.
  3. Gin, Zuckersirup, den Zitronensaft sowie die Eiswürfel dazugeben und kräftig shaken.
  4. Durch ein Barsieb in ein hübsches, mit frischen Eiswürfeln gefülltes Glas absieben.
  5. Mit Zitrone und Basilikum dekorieren und servieren
  6. Du wirst diesen Drink mögen… eigentlich ist er der perfekte Sommer Smash…

Nun noch etwas zum Weiterlesen

Sooo, geschafft für heute… bin gespannt wie Dir der Basil Smash schmeckt… ich habe ihn bereits in meine Top 10 für den Sommer aufgenommen 🙂

Hab’s schön, lass es Dir gut gehen und bis die Tage 🙂

Viele Grüße

Julia

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