Florentiner – So gelingen sie ganz einfach

Der mega leckere und süße Klassiker darf für mich an Weihnachten nicht fehlen: Florentiner
Damit angefangen habe ich vor ca. 10 Jahren und stellte schnell fest, wie lecker diese Teilchen doch sind. Und das finde nicht nur ich, sondern mein Mann und natürlich all meine Freunde sowie meine Kolleginnen und Kollegen. Man muss sie einfach lieben.
Stelle ich sie auf den Tisch oder bring sie zu Freunden oder auf mit ins Geschäft, erhalte ich viele strahlende Gesichter als Antwort, versehen mit der Frage: „Die hast du selbst gemacht? Die sind doch immer so aufwändig!“
Und heute verrate ich Dir mal meinen Trick wie Du diese leckeren Florentiner ganz ohne Stress und großen Aufwand auch hinbekommst. Sie sehen vielleicht etwas anders aus, ich finde schöner 😉 aber sie schmecken genauso wie die runden Florentiner.

Florentiner

Florentiner: Wo kommen sie her?

Seinen Ursprung hat das knusprige Mandelgebäck mit Schokolade, wie sein Name schon verrät, im italienischen Florenz, wo sie einst von einem Konditormeister erfunden wurden. Klassischerweise bestehen die handtellergroßen Florentiner aus Mandeln, Honig und kandierten Früchten – und werden ohne den Zusatz von Mehl gebacken. Naja, zumindest sagt das die ein oder andere Quelle… In Florenz ist das Gebäck heutzutage eher unbekannt 🙂
Seine ursprünglichen Zutaten sind Mandeln, Honig und kandierte Früchte. Mein Rezept ist etwas abgewandelt, aber das wirst Du nachher noch sehen.
Mittlerweile gibt es aber ganz viele Variationen beispielsweise mit verschiedenen Nüssen und Trockenfrüchten wie Cranberries, Aprikosen oder Datteln, aber auch mit Mehl und Sahne. Hier im süddeutschen Raum gehören auch Gewürze wie Zimt dazu.

Florentiner

Florentiner: So gelingen sie ganz einfach

 
Zutaten
  • …für ca. 30 Stück
  • 50 g Orangeat
  • 50 g Zitronat
  • 100 g Zucker
  • 50 g Honig
  • 50 g Butter
  • 125 g Schlagsahne
  • 100g Mandelblättchen
  • 100g gehobelte Haselnüsse

  • 150 g Zartbitter-Kuvertüre
  • Backpapier
Zubereitung
  1. So geht’s
  2. ...für die Mandel- Haselnussmasse
  3. Zuerst die Sahne mit dem Zucker, der Butter und dem Honig in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen.
  4. Erst wenn alles schön geschmolzen ist, gibst Du die Mandel- und Haselnussblättchen sowie das Orangeat und das Zitronat hinzu. Die Mandel/Haselnussmasse darf leicht köcheln und soll sich mit den anderen Zutaten einer homogenen Masse vereinen. Jetzt stellst Du den Herd aus.

  5. Du nimmst ein Backblech aus Deinem Backofen und belegst es mit Backpapier. Darauf verteilst Du die noch sehr warme Mandel-/Haselnuss-Mischung fächendeckend.

  6. Jetzt wird gebacken
  7. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  8. Die Masse etwa 8-10 Minuten zu einem herrlich knusprigen Mandelgebäck backen.

  9. Nach der Backzeit nehme ich das Blech aus dem Ofen und lasse es etwas abkühlen. Am besten ist es, wenn Du die noch warme Florentinerplatte samt Backpapier vom Blech auf ein Abkühlgitter ziehst.
  10. Vorsichtig das Backpapier abziehen.

  11. Florentiner mit Schokolade überziehen
  12. Traditionelle Florentiner werden erst so richtig gut, wenn sie einen zartbitteren Überzug auf ihrer Rückseite bekommen.
  13. Deshalb schmilzt Du jetzt die Zartbitterkuvertüre am Besten über dem Wasserbad.
  14. Aber vorsicht, die Schokolade darf nicht zu heiß werden, sonst setzt sich die Kakaobutter ab und Deine Florentiner haben graue Schlieren… der Geschmack ist gut wie immer, aber es sieht nicht so schön aus.

  15. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten
  16. Du streichst die komplette Rückseite der Florentiner mit der Schokolade ein, lässt sie ebenfalls auskühlen und schneidest die Florentiner dann in Rauten oder aber

  17. Du hast die Florentiner bereits in Rauten geschnitten und streichst jede Raute einzeln mit einem Pinsel. Vorteil: Du kannst den Rand mit einpinseln. Nachteil: Es dauert länger 🙂

  18. Wenn die Schokolade fest geworden ist, steht der Nascherei nichts mehr im Wege.

Ich frage mich seit Jahren, warum backen wir an Weihnachten eigentlich Plätzchen?

Mit der Weihnachtzeit geht das Jahr zu Ende, man lässt das Jahr revue passieren und begegnet ihr mit Ruhe und Besinnlichkeit. Ich freu mich jedes Jahr auf die vielen Weihnachtsmärkte und darauf, das Haus wunderschön zu schmücken und mit Freunden und Familie eine schöne Zeit zu verbringen. Was ich aber immer mit der Weihnachtszeit verbinde, sind Plätzchen!

Wenn ich daran denke wie lecker das ganze Haus gerochen hat, wenn meine Mutter Plätzchen gebacken hat. Und bei manchen Sorten durfte ich helfen und den Plätzchenteig zu rollen und auszustechen. Aber das Beste kam wie immer zum Schluss… nachdem meine Mutter das Küchenchaos beseitigt hatte, durfte ich die Plätzchen nach Lust und Laune dekorieren. Ob mit Zuckerguss, Schockstreusel, Nüssen oder Zuckerperlen, jedes Plätzchen war ein Einzelstück von mir und meiner Mutter verziert.

Florentiner

Aber woher kommt eigentlich der Brauch zur Weihnachtszeit Plätzchen zu backen?

Auf meiner Suche bin ich auf viele Antworten gestoßen. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage konnte ich nicht finden. Es gibt aber einige Hinweise und Begebenheiten, die wohl dazu geführt haben, dass dies ein liebgewordener Weihnachtsbrauch geworden ist.

Ich habe hier mal drei kleine Geschichten, die ich auf meiner Suche nach der Geschichtenüber die Herkunft unseres Weihnachtsbrauchs gefunden habe:

Plätzchen: Die Gaben an die Armen

Die erste Geschichte kommt aus dem dunklen Mittelalter.
Zucker und Gewürze waren in dieser Zeit etwas Besonderes und deshalb auch ziemlich teuer – nicht jeder konnte sie sich leisten.
In den wohlhabenden Klöstern, in denen Gewürze teilweise selbst angebaut wurden, feierte man jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Geburt Jesu gedacht und hat für diesen feierlichen Anlass unglaubliche Plätzchen gebacken. Die Mönche stellten die Zutaten die für die Plätzchen benötigt wurden oftmals auch selbst her.
Plätzchen waren also etwas Besonderes, für eine besondere Zeit.
In den Klöstern herrschte selten Armut, es gab einige Reserven und so verteilten die Mönche in den Klöstern die Plätzchen zur Weihnachtszeit an die Armen, um ihnen ein bisschen Freude zu bereiten.

Hier sei aber auch noch gesagt, dass die Mönche am Ende einer jeden Messe vom Abt des Klosters oder einem Priester gesegnetes Brot an die Gemeinde verteilten.
Über die Jahre wurde dieses Brot gerade zur feierlichen Weihnachtszeit nach und nach veredelt und als Zeichen der Göttlichkeit mit einem christlichen Stempel versehen.
Die Mönche und Nonnen in den Klöstern machten sich zu Weihnachten die Arbeit diese noch weiter zu dekorieren und haben somit die Plätzchen wie wir sie kennen erfunden.

Florentiner

Plätzchen: Opfergabe für die Geister

Viel weiter zurück geht die Geschichte. Sie reicht bis in eine Zeit vor Christi Geburt.
Hierzulande lebten die Germanen, für die die Wintersonnenwende ein ganz besonderes Fest war. Gefeiert wird hier, dass die Tage ab da wieder länger und die Nächte kürzer werden. Jedes Jahr findet dieses Ereignis in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember statt.

Auch damals schon sorgte die lange Dunkelheit bei den Menschen für viel Sorge und Angst, auch war die lange Kälte ein großer Grund zur Besorgnis. Zu dieser Zeit glaubte man, dass besonders in dieser Zeit die Welt von Geistern heimgesucht wurde und sich diese die Tiere krallten. Um nun die eigenen Tiere zu schützen, wurden Plätzchen in Tierform gebacken, damit sich die Geister zuerst darum „kümmerten“ und vielleicht die eigenen Tiere in Ruhe gelassen werden. Auch heute backen wir noch Plätzchen in Tierform… vielleicht ist das auch die Erklärung dafür.

Florentiner

Plätzchen als Leckerei zum Tee

Bei der dritten und letzten Geschichte geht es ins 18. Jahrhundert. Die Zeit der großen Seefahrer ließ die Welt immer näher zusammen rücken und Gebräuche aus fernen und nicht so fernen Ländern fanden ihren Einzug. Besonders toll fand man hierzulande den englischen Brauch, zu Kaffee oder Tee Kekse und Plätzchen zu servieren. Dieser Brauch setzte sich dann relativ schnell bei uns durch und so fanden Vanillekipferl, Anisgebäck oder Spitzbuben ihren Einzug in die deutschen Küchen. nicht nur zu Weihnachten.

Florentiner

Jetzt kannst Du Dir Deine Geschichte selbst aussuchen… Warum und wieso wir wirklich zur Weihnachten Plätzchen essen, kann wohl niemand mit Sicherheit beantworten.
Für mich ist es ein wunderschöner Brauch, um seinen Lieben die besinnliche Zeit etwas zu versüßen.

Aber vielleicht hast Du noch eine weitere Geschichte… dann schreib sie mir in die Kommentare… ich bin immer wieder gespannt und ziemlich neugierig welche Mythen und Bräuche sich rund um das Essen finden.

Zum Weiterlesen gibt’s hier noch weitere Rezepte bei meinen lieben Bloggerkolleginnen und Kollegen

Jetzt wünsche ich Dir eine wunderschöne, ruhige und entspannte Weihnachtszeit. Dieses Rezept ist einfach großartig und schnell zubereitet… so macht das Füllen des Weihnachtstellers richtig Spaß. Eine weitere Alternative aus meiner Heimat gibt’s hier.
Ich wünsche Dir schon mal eine tolle weihnachtliche Woche und wir lesen uns übermorgen wieder….

Grande Bissus
Deine Julia

4 Kommentare

  1. Hallo Julia,
    Dir und deinen Lieben wünsche ich wunderschöne Weihnachtstage,,und für das neue Jahr Gesundheit und alles liebe,,,
    Bille,

  2. Guten Morgen,
    ich liebe Florentiner, nur backe ich sie seit 2 Jahren nicht mehr, denn:
    am 1.Tag sind sie knusprig und ab dem 2. Tag weich
    Dabei ist es egal, ob ich sie in einer gutschließenden Plätzchendose aus Metall oder Plastik aufbewahre mit Zwischenlage aus Backpapier oder ohne, oder ob ich sie im Zimmer ohne alles liegen lasse…
    Wie machst du das? Weiche Florentiner, die nicht knusprig sind, wie direkt nach dem backen, finde ich einfach nur bäh….
    Fragende Grüße CeebeeTUT

    • Vielleicht werden sie etwas „knackiger“, wenn Du Sie ein bisschen länger im Ofen lässt. Schon mal probiert? Liebe Grüße Julia

Schreib hier Deinen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*